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Western-und Wanderreiter
Unsere Philosophie

Obwohl das mit der Philosophie ein wenig hoch gestochen scheint, wollen wir keine Überwichtung unserer Auffassungen und Ansichten betreiben. Grundsätzlich soll auch in Bezug auf Pferde jeder das tun, was er für richtig und verantwortungsvoll hält. Kritisch wird die Sache immer nur dann, wenn Tiere unter den Bedingungen ihrer Besitzer leiden müssen. Das soll aber nicht heißen, dass einer der von einer Sache keine Ahnung hat, dem anderen Vorschriften machen darf nur weil er meint die Sache an sich könnte schlecht sein.

Es gibt Tierfreunde die denken, nur weil sie ihre Katze mit ins Bett nehmen, dass diese Katze keinen Regen verträgt. Es gibt Tierschützer die leiten Lurche mit wegweisenden Planen in Auffangeimer, weil sie diese vor Autos o.ä. retten wollen, So gefangen sind selbige aber eine einfache und reichhaltige Beute der Raubvögel. Und ganz idiotisch wird es, wenn "naturliebende Wanderer" sich über Reiter im Wald aufregen, ihre frei laufenden Hunde aber gerade die Rehkizze durchs Unterholz jagen und die lieben Kinderchen im selben Moment die Maikätzchensträucher abholzen.      

Zahlreich sind die Anzeigen derartiger "Tierschützer" die unserer Ranch schon gewidmet wurden, nur weil unsere Pferde nicht in Boxen stehen und weil Menschen nicht verstehen können, dass Pferde in die Natur gehören. Und zwar, wie seit 70 Millionen Jahren, ganzjährig ! Da wir diese Auffassung vertreten, halten wir seit mehr als 10 Jahren Pferde in der Outdoor-bzw. Freiland- oder Robusthaltung. Niemand von uns würde deshalb aber auf die Idee kommen diese Haltungsart grundsätzlich für jedes Pferd und unter allen Bedingungen als akzeptabel anzusehen. Entscheidend für die Art der Unterbringung eines Pferdes ist seine Verwendungsart und die Substanz des Tieres. Auch können andere Aspekte, wie schnelle Verfügbarkeit oder Sicherheit-und Gesundheitsfragen andere Lösungen erfordern. Zumindest sollte aber unter den Pferdeleuten soviel Respekt vor einander herrschen, dass nicht derjenige der es sich leisten will ein Pferd in eine tapezierte Box zu stellen, einem anderen Vorwürfe macht nur weil er keine Tapete an den Wänden hat. Das erinnert mich an einen goldenen Schwimmring der im Notfall vermutlich wenig hilft. Da tut es wohl eher einer aus Kork !             

Und derjenige der sein Pferd in Ermangelung von Freizeit tagelang ohne Freigang in einer Box stehen lassen muss, der sollte vielleicht mal über unsere Auffassung nachdenken.

Noch einmal klar herausgestellt. Wir reden hier über "Freizeitpferde" ! Ein Sport-oder Zuchtpferd unterliegt selbstverständlich anderen Maßstäben. 

Die von uns praktizierte Outdoorhaltung wird seit Jahrhunderten auch für Nutzpferde angewandt und das nicht nur in warmen Regionen. Gute Cowboypferde stehen heute noch in den nördlichen Regionen der USA und im Süden Kanadas, auch im Winter in freier Natur. Von den dort lebenden Wildpferdeherden ganz zu schweigen. Ich konnte mir mehrfach ein eigenes Bild davon machen und habe manchen verwertbaren Tipp mitbringen können. Der Nutzen der Outdoorhaltung besteht vor allem für nicht täglich genutzte Pferde in der Stärkung des Immunsystems, der allgemeinen Abhärtung, der Gewöhnung an Umwelteinflüsse und in der Ausbildung eines guten Sozialverhaltens durch den Herdenverband. Besonders geeignet sind derartige Pferde für Freizeit-,Wander-und Distanzreiter. Sie bilden nämlich eine gehörige Portion coolness aus. Selbstverständlich brauchen Outdoor-Pferde ausreichend Weideland und am besten eine kleine Herde um perfekt untergebracht zu sein. Wir rechnen mit 1/ha pro Pferd und Jahr. Infolge ihrer ständigen Konfrontation mit Wildtieren, Witterungsunbilden und Zivilisationsgeräuschen sind unsere Pferde auch im Beritt auf Straßen und in Ortschaften zuverlässig und cool. Seit Jahren gibt es bei uns weder Probleme mit Koliken noch mit dem Stütz-und Muskelapparat. Weben, Koppen und dergleichen sind für uns ausgeschlossene Unsitten.

Werden Pferde rechtzeitig im Verlaufe eines Jahres an die Outdoorhaltung gewöhnt, erlangen sie in kurzer Zeit viele ursprüngliche Natureigenschaften zurück. Im ersten Winter bedürfen "neue" Tiere allerdings etwas mehr Aufmerksamkeit und Fürsorge. 

Wer darüber mehr wissen will (auch über Fütterung und Pflege) kann dies bei uns erfragen, oder sich im Buch "Wenn Pferde reden könnten" Deutsche Literaturgesellschaft informieren.      

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